TMA-eJournal: Hallo Herr Freund, vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben und uns Rede und Antwort stehen. Als Einstiegsfrage würde uns interessieren, wie Sie selber im Kontakt mit dem Gaming und eSport stehen. Lauert da eine Vergangenheit in Ihnen oder sind sie sogar selbst aktiv als Gamer?

Jens-Peter Freund: Wenn ich mich als Gamer im eigentlichen Sinne bezeichnen würde, wäre das wohl geprahlt. Mich fasziniert die Begeisterung, die ich bei vielen eSportler und eSports-Funktionären erlebe. Hier herrscht eine Aufbruchsstimmung, die auch mich noch mit meinen 55 Jahren mitreißt. Wir unterstützen gerne einige eSports-Vereine mit unseren als Start-up noch bescheidenen Mitteln.

Ja, ich habe eine Gaming-Vergangenheit. Habe vor vielen Jahren nächtelang Command & Conquer, Age of Mythologies und DOOM gezockt. Heute schaue ich immer wieder begeistert meinen Söhnen über die Schulter und staune.

TMA-eJournal: Die Marke SenseForce hat sich selbst zur Aufgabe gemacht, das Home-Entertainment durch die Dimension “Fühlen” zu erweitern und auch eine Revolution zu starten. Erkläre uns doch mal, wie du auf diese Idee kamst und wie SenseForce geboren wurde.

Jens-Peter Freund: Die Idee zur iFeel Technologie, die im SenseForce Pad Extreme verbaut ist, kommt vom Gründer und technischen Kopf der iFeel Tactile Systems GmbH, Michael Konrad. Er ist ein passionierter Live-Musiker und sein Traum war es immer, sich das Live-Konzert ins Wohnzimmer zu holen. Angefangen hat die Entwicklung Anfang 2016 und sein Ziel hat er dieses Jahr mit der Serienreife des SenseForce PX geschafft.

Uns wurde erst viel später bewusst, dass dies nicht nur ein tolles Produkt für Musiker ist, sondern dass es das Potential hat, den gesamtem Home Entertainment zu revolutionieren und insbesondere für Gamer einen besonderen Mehrwert stiftet.

TMA-eJournal: Euer Vorzeigeprodukt ist sicherlich das SenseForce PX, dass dem Gamer sein Spielerlebnis in der Dimension Fühlen näher bringt. Wie kann man sich das genau vorstellen?

Jens-Peter Freund: Im Grunde genommen ist das ganz einfach. Wir kennen inzwischen in unseren Erlebniswelten zu Hause (Gaming, Music, Movie) das perfekte multimediale Equipment mit UHD-TVs und Dolby 7.1 Sound-Systemen und stark im Kommen VR-Brillen. Alles tolle Sachen. Um was sich aber die Unterhaltungsindustrie bislang nicht wirklich gekümmert hat, ist unser Bedürfnis, nicht nur hören und sehen zu können, was sich in unseren virtuellen Welten abspielt, sondern perfekt wäre es, dies auch zu fühlen und dadurch noch tiefer und realistischer darin einzutauchen. Und genau das versprechen wir dem User mit dem SFPX. Er sitzt nicht mehr nur vor dem Computer, sondern ist gefühlt mitten in seinem Spiel oder Film und das sogar ganz ohne VR-Brille!

TMA-eJournal: Wir wollen ganz ehrlich sein. Der Preis dieses Produktes ist eine Hausnummer. Warum würdest du einen Gamer oder einem Home Entertainment Enthusiasten das Produkt ans Herz legen?  

Jens-Peter Freund: Ganz einfach: Das SFPX wird sein multimediales Erlebnis vervollkommnen. Er bekommt etwas, von dem er bisher nicht wusste, dass es ihm fehlt. Dieses Produkt hat „Suchtpotential“ im positiven Sinn.

Der Preis für ein einzigartiges Produkt, dessen Mehrwert man eigentlich erst so richtig erkennen kann, wenn man es auch schon benutzt, ist im ersten Moment vielleicht nicht immer richtig einzuordnen. Ich erinnere an die ersten VR-Brillen, die mit weit über 1.000 € auf den Markt kamen und für die es auch zu dem Preis schon begeisterte Nutzer gab. wir liegen mit rd. 350 € weit darunter und bieten dem Käufer aus unserer Sicht mehr virtuelle Realität, als es eine VR-Brille kann.

TMA-eJournal: Noch steckt ihr ja in den Kinderschuhen und das Produkt ist noch nicht freiverkäuflich. Wann ist mit dem offiziellen Release zu rechnen und werden wir die Möglichkeit erhalten die Produkte bei Media Markt & Co zu erhalten?  

Jens-Peter Freund: Naja, das mit den Kinderschuhen ist relativ. Das Produkt ist schon ziemlich ausgereift und multifunktional einsetzbar. Sozusagen die „eierlegenden Wollmilchsau“ des Home Entertainment. Es funktioniert mit jeder Audioquelle; Plug & Play! Es kommt leider erst kurz vor Weihnachten auf den Markt und wird vorerst nur online über unseren Webshop, bei Alternate und bei CaseKing erhältlich sein. Natürlich wollen wir 2019 auch die großen Elektronik-Märkte – wie zum Beispiel  Media-Markt und Saturn in Angriff nehmen. Für diese sind unsere Stückzahlen aktuell noch zu klein; aber das könnt Ihr als Kunden mit Eurer Nachfrage sicher ändern.

TMA-eJournal: Um das Produkt an die Gamer dieser Nation zubekommen ist sicherlich eine Marketing und PR-Offensive sehr wichtig. Gibt es konkrete Pläne wie ihr mit dem Produkt auf den Markt vorstoßen wollt?

Jens-Peter Freund: Das Thema Marketing-Spent kann ein Fass ohne Boden sein. Um schnell richtig bekannt zu werden, müssten wir Unmengen von Geld in die Hand nehmen, was wir einerseits nicht wollen und was wir anderseits auch nicht haben. Natürlich haben wir unsere Pläne. Die sind aber eher bodenständig und sehen einen gezielten Einsatz der geringen Marketing-Mittel, die wir haben, vor. So werden wir einige Gewinnspiele von Print- und Online-Medien sponsorn und an den wichtigsten Messen und Events im nächsten Jahr teilnehmen: ESL-Finals, gamescom, Dreamhack, EGX um nur einige exemplarisch zu nennen, denn das SenseForce PX muss man erlebt haben und das geht leider nur so.

Gerne nehmen wir auch an kleineren Events von lokalen eSports-Vereinen Teil, um diese als besonderes Technologie-Highlight in der Wahrnehmung durch die Bevölkerung in ihrer Region zu unterstützen und um eSports „gesellschaftsfähig“ zu machen.

Begleitet wird das Ganze von eine Sozial Media Kampagne, die sehr begabte Marketing-Studenten für uns entworfen haben. Folgt uns auf Facebook, Instagram und Twitter und verfolgt dort die Revolution im Home Entertainment!

 

TMA-eJournal: Als Magazin und Kenner aus dem direkten eSports Bereich interessiert uns natürlich inwiefern ihr euch in der wettbewerbsfähigen Szene im eSport einbringen wollt und ob längerfristig auch Partnerschaften oder Sponsorings angedacht sind.

Jens-Peter Freund: Natürlich interessiert uns der eSports-Bereich sehr, auch wenn wir in der Szene noch nicht so richtig wahrgenommen werden. Aber mit SenseForce PX lassen sich viele Spiele, die aktuell in den eSports-Ligen kompetitiv laufen, noch besser spielen. Es kann einfach die Reaktionszeiten der Spieler in spielentscheidenden Momenten verringern.

TMA-eJournal: Das SenseForce Pad-Extreme ist doch sicherlich nur der Anfang oder? Können wir uns auf mehr innovative Produkte von euch freuen?

Jens-Peter Freund: Lasst Euch überraschen. Wir haben noch einige tolle neue Ideen für unsere Technologie und arbeiten mit ein paar Partnern auch schon an Lösungen für Gaming Stühle. Wann aber der Erste auf den Markt kommt, können wir noch nicht sagen. Auch dürft Ihr Euch auf eine 360 Grad Fühllösung freuen, die mit dem SFPX kompatibel sein wird.

TMA-eJournal: Letzte Frage! Wo siehst du dich mit SenseForce in 12 Monaten?  

Jens-Peter Freund: Nahezu bei jedem ernsthaften Gamer auf dem Gaming-Chair und in vielen Wohnzimmern der Nation. Aktuell starten wir ja erst in Deutschland, Österreich und der Schweiz, d.h. das restliche Europa kann das Produkt zu diesem Weihnachtsfest noch nicht erwerben.

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