Ist der eSport eine Sportart?

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funk-Angebot „Jäger & Sammler“ hat sich diese Woche dem Thema ‘Zocken. Gamen. eSports.‘ angenommen und dazu gleich mal ein sehr interessantes Video produziert, welches sich mit grundverschiedenen Aspekten rund ums Zocken beschäftigt, darunter: ob der eSport eine anerkannte Sportart werden sollte, wer am eSport profitiert, aber auch die Sucht nach dem Zocken wurde angesprochen. Wir haben uns mal hingesetzt, das Video nochmal ganz in Ruhe angeschaut und haben natürlich eine Meinung zu dem Thema, was vermeintlich jeden Zocker interessiert: Ist der eSport eine Sportart? Doch zu aller erst, hier das Video für euch zum nachschauen:

Denkt man als Mitglied der eSport-Community an einen öffentlich-rechtlichen Beitrag über das Zocken oder den eSport, muss man meist mit Zähneknirschen feststellen, dass doch nur eine sehr einseitige, zumeist für das Gamen sehr negative, Seite der Medaille angeschnitten wurde. Doch die Redaktion von Jäger & Sammler hat hier in den knapp 6 Minuten einen überaus informativen Beitrag erstellt, der das Thema von mehreren Seiten sehr gut beleuchtet. Die erste Frage, die gestellt wird, ist, ob der eSport olympisch werden sollte. Für uns, als aktive Community, stellt sich die Frage eher kaum. Wir treffen uns zu Wettbewerbern, spielen in Ligen, Turnieren oder auch Bundeslandmeisterschaften und zeigen damit auf, dass nicht nur der Wettbewerbsgedanke da ist, sondern, dass dies auch funktioniert. Was wir aber weniger berücksichtigen, was aber zum Glück im Video angesprochen wurde, dass die Spiele, in denen wir uns messen, oftmals primär zum Profit des Herstellers erschaffen wurden. Sei es EA-Sports mit FIFA, Activision mit Call of Duty, Riot Games mit League of Legends oder auch Valve mit Counter Strike:Global Offensive. Jeder Publisher hatte zu aller erst seinen Gewinn im Kopf, ehe auch nur ansatzweise an ein Community-Spiel gedacht wurde.

Und genau da haben wir den Knackpunkt: ein Sport sollte nicht nur einem gehören. Man stelle sich vor, jemand gehöre der Fußball oder auch der 100m Lauf. Disziplinen, in denen sich weltweit Menschen messen, jedoch ohne vorrangig in die Geldbeutel von deren Erfindern, Eigentümern und Entwicklern zu spielen.

Doch die Frage ist, kann man das ändern? Hätte ein ähnliches, aber verändertes Spiel, dem League of Legends gleich kommt, den selben Charakter wie das eigentliche Spiel? Würde ein Spiel geschaffen werden, welches dem Original ähnelt, aber keinen Profit generiert, sondern nur für die sportliche Neutralität geschaffen wurde, genauso angenommen wie das Hauptspiel? Könnte man das noch vergleichen? Oder am Beispiel FIFA: ein Fußballspiel, welches sich nur primär dem Fußball widmet. Vermeintlich ohne Lizenzen, nur das Fußballspiel an sich. 22 Mann, ein Spielfeld, zwei Tore. Würde das den Charakter ausmachen, der über Jahrzehnte mittlerweile durch EA-Sports entwickelt wurde?

Die Jäger & Sammler Redaktion, aber auch wir, finden zum jetzigen Zeitpunkt keine Antwort darauf. In diesem Fall müssen wir uns schlichtweg überraschen lassen, was sich das Internationale Olympische Komitee (IOC), aber auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zu dieser Problematik ausdenken. Denn die Basis ist schon vorhanden: Millionen Menschen weltweit spielen regelmäßig Computerspiele, der Großteil davon auch des öfteren in Wettbewerben. Noch dazu gilt es, immer mit der Zeit zu gehen, so wie verschiedenste Sportarten über die Jahre erst erfunden und nach und nach erst olympisch wurden, wird es irgendwann auch Zeit, den nächsten Schritt zu wagen und im Zeitalter der Computer auch diesen Wettbewerb olympisch zu gestalten.

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